Einen Vortrag halten

Einen Vortrag halten

Vorträge halten. Für einige Schülerinnen und Schüler eine Möglichkeit, ihren Notendurchschnitt zu verbessern. Für andere hingegen eine nervliche Zerreissprobe. Dieser Artikel zeigt, wie Vorträge zu einem vollen Erfolg werden.

Vorträge sind aus dem Schweizer Schulsystem nicht wegzudenken. Bereits in der Primarschule werden Vorträge gehalten, ein typischer Vortrag ist etwa der Buchvortrag. Ab der Sekundarschule werden Vorträge nicht nur auf Deutsch gehalten, sondern auch in Fremdsprachen, was den Druck auf den Vortragenden erhöhen kann. Im Gymnasium gilt es, in einem Vortrag die eigene Maturaarbeit zu präsentieren. Und falls Du irgendwann eine Universität besuchst, wirst Du dort Deine Seminararbeiten und Abschlussarbeiten zu präsentieren haben. Auch im Berufsalltag spielen Vorträge eine wichtige Rolle, etwa, wenn man während einer Sitzung ein Thema präsentieren muss. Die Schwierigkeit eines Vortrags besteht darin, dass man sich stundenlang vorbereitet aber anschliessend nur einen kurzen Moment Zeit hat, die Zuhörer von sich und dem Thema zu überzeugen.

Aufbau

Zu Beginn eines Vortrags sollte der Präsentierende die Struktur und das Ziel des Vortrags aufzeigen. Das wichtigste Ziel der Einführung besteht aber darin, das Interesse des Publikums zu wecken. Wer mit einem langweiligen Einstieg beginnt, hat bereits die Aufmerksamkeit des Publikums verloren. Doch wie kann ein spannender Einstieg aussehen? Sehr geeignet sind zum Beispiel ein Zitat oder eine kritische These. Weiter kann es auch sinnvoll sein, mit einem konkreten Beispiel zu beginnen. Sätze wie «Stellen Sie sich vor» bringen das Publikum dazu, sich auf den Text des Vortragenden zu konzentrieren. Je nach Thema kann auch die Verwendung einer Anekdote aus dem eigenen Leben hilfreich sein, da so Nähe zum Publikum hergestellt wird. Ebenfalls passend ist eine Einstiegsfrage, die den Zuhörenden zum Nachdenken anregt.

Nach der Einführung erfolgt der Hauptteil des Vortrags. Hier ist es von grosser Bedeutung, systematisch und strukturiert vorzugehen. Bei der Präsentation einer Maturaarbeit macht es beispielsweise Sinn, zuerst die wichtigsten Punkte und Ergebnisse der Arbeit aufzuzeigen. Anschliessend wird die eigene Arbeit in einem zweiten Teil kritisch hinterfragt. Im dritten Teil erfolgt eine Art Ausblick. Es kann zum Beispiel aufgezeigt werden, welche Fragen die Arbeit noch nicht geklärt hat oder wie sich das (Forschungs)Thema in Zukunft weiterentwickeln könnte. Es gilt zudem, das Publikum immer wieder darüber zu informieren, in welchem Teil des Vortrags man sich gerade befindet. Zum Beispiel: Nachdem ich die wichtigsten Punkte meiner Arbeit aufgezeigt habe, möchte ich meine Arbeit nun kritisch hinterfragen.

Am Ende einer Präsentation sollten nochmals die Ziele des Vortrags sowie die wichtigsten Punkte wiederholt werden. Es macht zudem Sinn, ein persönliches Fazit vorzutragen. Zudem kann zu diesem Zeitpunkt auf die Fragen des Publikums eingegangen werden. Da die Fragen oft knifflig sein können, ist es von Bedeutung, sich gut in das vorgetragene Thema einzulesen. Wer einen Vortrag hält, spricht quasi als Experte zum Publikum und sollte mehr über das Thema wissen als bloss das, was er während dem Vortrag von sich gibt.

Knifflige Fragen am Schluss gehören zu jedem Vortrag dazu

Tipps: So gelingt ein Vortrag

Als wichtigstes Grundrezept für einen erfolgreichen Vortrag gilt die seriöse Vorbereitung. Wer nicht gut über ein Thema Bescheid weiss, kann nicht selbstbewusst vor ein Publikum treten. Es ist wichtig, dass der Vortragende den Text sehr gut auswendig gelernt hat und nur ab und zu auf die Notizen schielt. Generell wirkt ein frei gehaltener, auf Stichworten basierender Vortrag überzeugender als ein abgelesener. Nichts wirkt unprofessioneller, als von den Notizen abgelesene Vorträge. Es empfiehlt sich, den Vortrag im Vorneherein bereits vor Publikum vorzutragen, etwa vor dem Kollegenkreis. So wird der Vortragende auf Defizite hingewiesen, die ihm alleine nicht aufgefallen wären (wie etwa nervöses Hin-und Herlaufen). Auch das Üben vor einem Spiegel macht Sinn.

Zeitmanagement

Eine der Hauptschwierigkeiten einer Präsentation besteht im Einhalten einer vorgegebenen Zeit. Ein scheinbar endlos grosses Thema soll in einer vorgegebenen Zeitspanne vorgetragen werden. Der Faktor Zeit muss in der Vortragsvorbereitung unbedingt einkalkuliert werden. Überlege Dir gut, welches die wichtigsten Aspekte des Themas sind und auf welche Elemente Du im Fall von Zeitnot verzichten könntest. Hinterfrage kritisch, ob Dein Vortrag alle Informationen beinhaltet, die das Publikum erwartet. Diesbezüglich macht es Sinn, den Vortragstext einer Kollegin zu geben und um ein Feedback bezüglich der Relevanz der Informationen zu bitten. Es ist von grosser Bedeutung, während den Proben für deinen Vortrag die Zeit zu messen.

Wie schafft man es, das Publikum nicht zu langweilen?

Technische Hilfsmittel

Es ist empfehlenswert, sich während des Vortrags eines technischen Hilfsmittels wie PowerPoint zu bedienen. Dieses ermöglicht, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer dem Vortrag besser folgen können. In Bezug auf PowerPoint gilt aber; weniger ist mehr. Überladene Folien lenken vom eigentlichen Vortrag ab. Oftmals genügt es, auf PowerPoint nur die Struktur des Vortrags aufzuzeigen. Andere Vortragende notieren auf den Folien nur die wichtigsten Stichwörter oder relevante Zitate. PowerPoint gilt heute als Standard und kann deshalb auch als langweilig angesehen werden. Eine interessante Alternative bietet etwa das Programm Prezi, welches abwechslungsreiche, interaktive Präsentationen ermöglicht. Vor sehr wichtigen Vorträgen wie etwa der Präsentation der Maturaarbeit sollte man während einem Probedurchlauf unbedingt testen, ob die Technik funktioniert.

Vortragstechnik

Vor vielen Menschen zu sprechen, fällt vielen Schülerinnen und Schülern schwer. Während des Vortrags können verschiedene Taktiken angewandt werden, die die Nervosität reduzieren. Eine Taktik besteht darin, besonders die Personen anzuschauen, die einem wohl gesinnt sind und die einem motivierend zunicken. Es kann auch hilfreich sein, sich etwas Persönliches auf den Notizblättern zu notieren, das einem während dem Vortrag ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Wer einen Vortrag hält, spricht tendenziell schneller als normalerweise. Deshalb sollte man sich immer wieder daran erinnern, ruhig und deutlich zu sprechen. Gelegentliche Pausen ermöglichen dem Vortragenden und dem Publikum eine Verschnaufpause. Man sollte versuchen, während eines Vortrags mit der eigenen Stimme zu spielen und keinen monotonen Tonfall zu wählen. Wer etwa einen spannenden Fakt mit erstaunter Stimmte präsentiert, hat die Aufmerksamkeit des Publikums auf sicher. Natürlich sollte man sich während eines Vortrags von seiner besten Seite zeigen. Nichtsdestotrotz darf die Authentizität nicht verloren gehen. Wer etwa eine ruhige Person ist und plötzlich einen auf eloquenten Spassvogel macht, wird das Publikum wohl kaum von sich überzeugen können.

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