Das VorstelluNgsgespraech

17. Juli 2020

Das Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch entscheidet darüber, ob man seinem Traumjob einen Schritt näher kommt oder nicht. Dieser Blog erklärt, mit welchen Fragen in Vorstellungsgesprächen zu rechnen ist.

Bereits beim Gedanken an ein Bewerbungsgespräch wird vielen Menschen angst und bange. Sicherlich ist es eine Herausforderung, trotz Nervosität einen Arbeitsgeber von sich zu überzeugen. Allerdings ist ein Bewerbungsgespräch in der heutigen Zeit normalerweise kein fieses Frage-Antwort-Spiel sondern ein Gespräch, das aufzeigen soll, ob der Kandidat und der Arbeitsgeber zusammenpassen. Man sollte sich vor dem Gespräch in Erinnerung rufen, dass man keineswegs in einer untergeordneten Position ist. Natürlich hat man Konkurrenten, die dem Arbeitsgeber eventuell besser gefallen können. Aber auch als Kandidat muss man den Arbeitsgeber erst kennenlernen und hat das Recht dazu, sich gegen die Position zu entscheiden. Auch der Arbeitsgeber hat das Ziel, von sich und dem Arbeitsplatz zu überzeugen.

Gesprächsablauf

Die meisten Vorstellungsgespräche haben einen strukturierten Ablauf. Nach der Begrüssung und kurzem Smalltalk stellen sich die Firma sowie der Bewerbende vor. Der Kandidat sollte im Gespräch seinen Werdegang schildern, erklären was ihn an der betreffenden Stelle reizt und darstellen, warum er glaubt, dafür der Richtige im richtigen Unternehmen zu sein. Bei der Schilderung des eigenen Werdegangs sollte man nicht zu weit ausholen. Den Arbeitsgeber interessieren vor allem die Stationen, die für die Position relevant sind.

Der Bewerbende sollte sich auf jeden Fall Fragen überlegen, die er dem potenziellen Arbeitsgeber im letzten Teil des Gesprächs stellen kann. Dadurch wirkt er interessiert. Das Vorstellungsgespräch sollte dazu dienen, dass der Bewerbende merkt, ob ihm die Arbeit sowie der Arbeitsplatz gefallen. Deshalb sollte man neugierig sein und bei Unklarheiten nachhacken. Falls dies der Arbeitsgeber nicht von sich aus kommuniziert, sollte unbedingt nachgefragt werden, wie der Bewerbungsprozess weitergehen wird und wann mit einem ersten Feedback zu rechnen ist. Im letzten Teil des Gesprächs wird auch oft auf das Thema Lohn eingegangen. Vergleichsseiten wie kununu zeigen auf, welche Lohnspanne man ungefähr erwarten kann.

Vorstellungsgespräch
Freundliches Auftreten ist hilfreich

Typische Fragen

Praktischerweise kann man sich heutzutage sehr gut auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten, da die typischen Fragen auf vielen Karrierewebseiten zu finden sind. Generell gilt; die Fragen dienen nicht dazu, den Kandidaten in Verlegenheit zu bringen oder Wissenslücken aufzudecken. Vielmehr sollen sie aufzeigen, wie der Kandidat mit Stress umgeht. Insbesondere Stressfragen beziehungsweise kritische Fragen sollen testen, wie flexibel der Bewerbende in Drucksituationen reagiert. Eine typische kritische Frage an Uniabsolventen ist etwa diejenige, warum man denn so lange studiert habe. Die Antwort, man habe nebenbei Berufserfahrung gesammelt und kenne deshalb die Arbeitswelt bereits, sollte jeden Arbeitsgeber befriedigen.

Eine der meistgestellten Fragen ist diejenige bezüglich der eigenen Stärken und Schwächen. Dabei geht es vor allem darum, dass der Kandidat zeigt, dass er über eine gute Selbsteinschätzung verfügt. Unbedingt abzuraten ist von Floskeln wie übertriebenem Ehrgeiz. Es ist ratsam, eine Schwäche aufzuzeigen, die man mit dem richtigen Verhalten in eine Stärke umwandeln kann. Zum Beispiel: Ich werde nervös, wenn ich etwas vortragen muss. Deshalb bereite ich mich aber umso besser vor und kann dadurch im entscheidenden Moment trotz meiner Aufregung überzeugen. Einerseits sollte man bei der Frage nach Schwächen und Stärken ehrlich sein. Andererseits darf man auf keinen Fall eine Schwäche aufzählen, die für den Beruf entscheidend ist. Wer sich etwa für einen Vertriebsjob bewirbt, sollte nicht sagen, dass er Probleme damit hat, mit Druck umzugehen. Wenn die Schwäche in Widerspruch zum Job steht, sollte der Kandidat sich generell fragen, ob der angestrebte Beruf wirklich passend ist.

ATUTOR

Wer bin ich?

Oftmals soll der Bewerbende sich auch in einigen Sätzen oder mithilfe von Adjektiven beschreiben. Hier ist es ratsam, sich die Anforderungen der Stellenausschreibung anzusehen und diese in die Beschreibung miteinfliessen zu lassen. Generell gilt aber auch hier; Lügen haben kurze Beine. Wenn ich während dem Bewerbungsgespräch behaupte, ich sei sehr extrovertiert so muss ich diese Eigenschaft anschliessend jeden Tag im Büro demonstrieren und tue mir keinen Gefallen. Im Vorstellungsgespräch sollte ich mich von meiner besten Seite zeigen und Werbung in eigener Sache machen. Ich sollte aber trotzdem keine Version meines Selbst beschreiben, die nicht der Realität entspricht. Bei der Beschreibung der eigenen Persönlichkeit und Arbeitsweise ist es sehr wichtig, auf Beispiele zurückzugreifen. Sagen, man sei flexibel, kann jeder. Wenn ich aber erzähle, wie ich in meinem vorherigen Job kurz vor einer wichtigen Sitzung noch meine gesamte Präsentation ändern musste und trotzdem ruhig und gelassen geblieben bin, wirkt dies viel glaubwürdiger. Sehr oft fragt der Arbeitsgeber auch nach Schwierigkeiten und Herausforderungen in alten Positionen. Auch hier geht es in erster Linie darum, wie man mit Schwierigkeiten umgeht. Zu sagen, man habe nie Probleme gehabt, wirkt nicht glaubwürdig. Vielmehr macht es Sinn, eine konkrete problematische Situation sowie die Methode, mit welcher man das Problem gelöst hat, aufzuzeigen. Ein Beispiel wäre etwa: In meiner vorherigen Position hat ein Mitarbeiter die Deadlines nicht eingehalten. Statt direkt meinem Vorgesetzten davon zu berichten, habe ich mich mit der Person unter vier Augen unterhalten und die Wichtigkeit der Deadline geschildert. Nach dem Gespräch hat die Zusammenarbeit besser funktioniert.

Motivation ist alles

Fachleute, etwa Recruiter, betonen immer wieder, dass der wichtigste Aspekt während eines Vorstellungsgesprächs die Motivation ist. Der Arbeitsgeber möchte verstehen, weshalb der Bewerber sich für die Stelle interessiert. Wenn eine Firma bereits während dem Vorstellungsgespräch merkt, dass keine echte Leidenschaft vorhanden ist, so kann sie kaum erwarten, dass der Kandidat später motiviert arbeiten wird. Der Kandidat sollte sich vor dem Gespräch gut überlegen, was ihn an der Stelle motiviert. Faktoren wie Geld oder flexible Arbeitszeiten sollten selbstverständlich nicht als Motivation genannt werden. Zudem kommt es immer auf die Formulierung an. Zu sagen, dass der Job nur deshalb interessant für mich ist, weil ich noch über keine Berufserfahrung verfüge, wird wohl keinen Recruiter überzeugen. Wenn ich allerdings sage, dass der Job einen guten Berufseinstieg darstellt und ich hier meine Fähigkeiten weiterentwickeln kann, klingt dies schon viel besser.

Oftmals ist unklar, in welcher Sprache ein Vorstellungsgespräch stattfindet. Es macht auf jeden Fall Sinn, sich zweisprachig vorzubereiten. Wer unsicher ist, ob das Gespräch zum Teil auch auf Englisch stattfindet, kann im Vorneherein die wichtigsten Fragen auch auf Englisch üben. Es ist empfehlenswert, das Gespräch während einer Nachhilfestunde zu üben.

Möchtest du fürs Vorstellungsgespräch üben?

Hast du Fragen? Dann ruf uns an unter +41 43 444 68 14 oder schreib uns eine E-Mail an info@atutor.ch. Wir freuen uns, von dir zu hören!

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