Wie schreibe ich meiNe Maturaarbeit?

Die Maturaarbeit

Gegen Ende des Gymnasiums haben Schülerinnen und Schüler eine Maturaarbeit zu verfassen. Dieser Text zeigt auf, was die Maturaarbeit ist und wie diese gelingt.

Die Maturaarbeit zählt einerseits als Note im Maturitätszeugnis. Andererseits bereitet sie Schülerinnen und Schüler darauf vor, wissenschaftliche Arbeiten zu schreiben und ist somit eine Art Feuerprobe für die Universität.

An den meisten Gymnasien wird das Thema der Arbeit im zweitletzten Jahr des Gymnasiums ausgewählt. Einerseits macht das Gymnasium Themenvorschläge in allen Unterrichtsfächern. Andererseits können die Schülerinnen und Schüler auch eigene Themen vorschlagen, die von der Schule aber nicht akzeptiert werden müssen. Jedem Gymnasiast wird ein Betreuer zugeteilt, der diesem während dem Arbeitsprozess mit Ratschlägen zur Seite steht. Der Umfang der Arbeit beträgt meistens zwischen fünfzehn und dreissig Seiten.

Der Zeitrahmen für das Verfassen der Matura, für die Schülerinnen und Schüler für gewöhnlich einen halben Tag pro Woche frei erhalten, unterscheidet sich je nach Kanton. Auch der Abgabetermin kann je nach Schule variieren. Was aber alle Gymnasien gemeinsam haben: Ohne Maturaarbeit keine Matura! Weiter muss jede abgegebene Maturaarbeit in einer Präsentation vor dem Betreuer sowie einem Experten präsentiert werden.

Arten von Arbeiten

Während die möglichen Themen unzählig sind, kann die Arbeit generell in zwei Unterarten eingeteilt werden. Schülerinnen und Schüler können entweder eine theoretische oder eine empirische Arbeit schreiben.

Bei der theoretischen Arbeit geht es darum, ein Thema mithilfe bereits vorhandener Quellen zu beschreiben. Das heisst, dass man sich kritisch mit der Literatur zu einem gewissen Thema auseinandersetzt und diese zusammenfasst, vergleicht, analysiert und hinterfragt. Theoretische Arbeiten werden insbesondere in Sprachfächern sowie Geisteswissenschaften wie etwa Philosophie verwendet. Der Vorteil der theoretischen Arbeit besteht darin, dass man zeitlich und räumlich relativ unabhängig ist. Andererseits darf der Arbeitsaufwand nicht unterschätzt werden, auch die Literaturrecherche braucht ihre Zeit.

Weiter besteht die Möglichkeit, eine empirische Arbeit zu schreiben. Bei dieser Art von Arbeit verwendet man praktische Methoden, um Erkenntnisse zu gewinnen. Vor dem eigentlichen Verfassen der Arbeit hat man also eine praktische Arbeit zu erledigen. Diese Art von Arbeit wird oft in den Naturwissenschaften verwendet, wenn man im Labor Experimente durchführt. Aber auch die Erzeugung von eigenen Daten gilt als empirische Arbeit, etwa wenn ich eine Umfrage zu einem gewissen Thema mache, ein Interview durchführe oder eine Beobachtung mache. Empirische Arbeiten können auch in oft für Literaturarbeiten verwendeten Fächern wie etwa Sprachen gemacht werden, etwa wenn ich Umfragen erstelle. Der Vorteil der empirischen Methode besteht darin, dass das Verfassen der Arbeit aufgrund der Gewinnung von eigenen Erkenntnissen spannender ist und die praktische Arbeit bei den Lehrpersonen von Fleiss zeugt. Andererseits ist der Arbeitsaufwand recht hoch und kann gerade bei einer kleinen Arbeit wie der Maturaarbeit den Rahmen sprengen. Weiter hängt man zeitlich und räumlich von Personen ab, beispielsweise wenn man Interviews durchführt.

Stress beim Schreiben? Muss nicht sein!

Thema eingrenzen

Insbesondere beim Verfassen der ersten wissenschaftlichen Arbeit will man oft zu hoch hinaus und kann den Arbeitsumfang einer Arbeit schlecht einschätzen. Es ist entscheidend, das Thema der Maturaarbeit einzugrenzen. Wer beispielsweise im Fach Geschichte das Thema der Erste Weltkrieg behandeln will, der wird den Abgabetermin verpassen. Es gibt Forscher, die sich ihr ganzes Leben nur mit diesem Thema beschäftigen. Umso wichtiger ist es, das Thema auf einen gewissen Zeitpunkt beziehungsweise ein gewisses Ereignis sowie einen gewissen Raum einzuschränken. In meiner Maturaarbeit könnte ich zum Beispiel analysieren, wie die Berichterstattung über das Ereignis XY in der Region Z war. Auch beim Eingrenzen des Themas kann der Betreuer sicherlich wertvolle Ratschläge geben.

Aufbau der Arbeit

Der Aufbau einer Arbeit wie der Maturaarbeit ist nicht frei, sondern vorgegeben. Die Arbeit besteht aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schlussteil. In der Einleitung führt man in das Thema ein. Es geht darum, das Thema sowie die eigene Fragestellung aufzuzeigen. Man sollte auch erklären, weshalb die Arbeit relevant sein könnte und wie der Forschungsstand ist. Anschliessend erklärt man den Aufbau der Arbeit und wie man in der Arbeit vorgehen möchte.

Im Hauptteil, dem längsten Teil der Arbeit, beginnt man mit der eigentlichen Analyse. Man versucht, die Forschungsfrage zu beantworten. Oftmals muss man zuerst in einführenden Unterkapiteln in das Thema einführen beziehungsweise gewisse Begriffe definieren, bevor man mit der eigentlichen Analyse beginnen kann.

Im Schlussteil, auch Fazit genannt, fasst man die Ergebnisse der Arbeit zusammen. Weiter zeigt man auf, was in der Arbeit offen bleibt und wie man dies in weiteren Arbeiten erforschen könnte. Auch die kritische Reflexion der eigenen Arbeit gehört in das Fazit.

Weitere formale Kriterien der Maturaarbeit sind ein Titelblatt, ein Inhaltsverzeichnis sowie ein Literaturverzeichnis.

Die verwendeten Bücher gehören in das Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis und Fussnoten

Im Literaturverzeichnis werden alle für die Arbeit verwendeten Quellen, sprich Bücher, Internetseiten, Zeitungsartikel und so weiter angegeben. Die formalen Anforderungen des Literaturverzeichnisses variieren je nach Fach und Schule. Dies sollte man unbedingt mit dem Betreuer abklären. Es reicht nicht aus, die Literatur nur am Ende der Arbeit anzugeben. Jedes Mal wenn ich während der Arbeit auf eine Quelle zurückgreife, muss ich diese in den Fussnoten nennen. Auch hier sollte ich mit dem Betreuer abklären, wie die Fussnoten zu gestalten sind. Das Erstellen von Fussnoten ist das A und O deiner Arbeit. Wenn du dies nicht tust, wird deine Arbeit als ungenügend bewertet und gilt als Plagiat.

Korrekturlesen

Auch die inhaltlich beste Arbeit der Welt erhält keine gute Bewertung, wenn sie voller Rechtschreibfehler ist. Es ist deshalb sehr wichtig, dass man die Arbeit von jemandem korrigieren lässt. Du wirst staunen, wie viele Fehler dein Auge nicht sieht. Aber Achtung, die Korrektur kann nur seriös erfolgen, wenn man die Arbeit früh genug zum Verbessern bereit hat. Wer in seinem Umfeld niemanden für die Korrektur kennt, kann sich auch gerne an ATUTOR wenden. Wir verbessern die Arbeit und geben wertvolle Ratschläge.

Zeitmanagement

Wie so oft in der Schule ist das Zeitmanagement ein wichtiger Faktor für gutes Gelingen. Wer sich einen seriösen Zeitplan für das Verfassen der Maturaarbeit erstellt, wird keinen Stress haben. Wer hingegen wenige Tage vor der Arbeit mit dem Schreiben beginnt, der kann wohl kaum eine hochwertige Arbeit verfassen. Da man vor der Maturaarbeit noch nie eine Arbeit geschrieben hat, ist es sicherlich hilfreich, sich bezüglich der zeitlichen Planung vom Betreuer beraten zu lassen. Das Zeitmanagement ist bei der Maturaarbeit umso wichtiger, da dieses in die Bewertung miteinfliesst (je nach Schule bis zu ein Viertel der Bewertung).

Können wir Dir mit Deiner Arbeit helfen?

Hast Du Fragen? Wir helfen Dir gerne. Schreibe einfach eine E-Mail an info@atutor.ch.

Die Passerelle

Lernen
Prüfung
Schweizer Bildungssystem
Tutor

Nach bestandener Berufsmaturität besteht die Möglichkeit, eine ergänzende Prüfung, die Passerelle, zu absolvieren. Was genau darunter zu verstehen ist, zeigt dieser Artikel auf.

Mehr Lesen