DigitalisieruNg im BilduNgsbereich

06. Mai 2019

Digitalisierung im Bildungsbereich 

Einleitung 

Die Digitalisierung ist stellt eine umfassende gesellschaftliche Revolution dar, deren Durchschlagskraft und Folgeeffekte mit der Industriellen Revolution im 19 Jahrhundert, der Einführung des Taylorismus und Fordismus Anfang des 20. Jahrhunderts oder der Erfindung des Internets in den 1980iger Jahren verglichen werden kann. Alle diese Ereignisse griffen tief in die Strukturen der europäischen Gesellschaften ein und veränderten die Lebenswelten der Menschen in nahezu allen Bereichen nachhaltig.

Die digitale Revolution wirkt sich gegenwärtig rapide und tiefgreifend auf bestehende Schlüsseltechnologien und andere Bereiche aus. Dies gilt vor allem auch in jenen Sektoren, in denen die Schweiz zur Weltspitze gehört, also etwa in der Sensorik und Robotik. Hier geraten immer stärker die Einsatzmöglichkeiten vernetzter Systeme in den Fokus, welche durch ihre Fähigkeit zum Selbst-Lernen hohe Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen versprechen. Aber auch durch viele andere Innovationen bedeutet die Digitalisierung ein riesiges Potenzial für Industrie und Wirtschaft.

Auch im Bereich der Bildung und Forschung zeitigt der Digitalisierungsprozess enorme Herausforderungen und sehr große Chancen. Effizienzsteigerungen sind nicht nur in der Wirtschaft oder der Verwaltung möglich, sondern auch im Bildungswesen. Neuartige, computerbasierte Technologien ermöglichen individuell abgestimmte und optimierte Lerntools, welche oftmals zu sehr guten Lernergebnissen führen. Die Digitalisierung des Schweizer Bildungswesens steht noch am Anfang, kündet aber bereits jetzt von fundamentalen Umwälzungen. Nachfolgend sollen die Herausforderungen und Chancen beleuchtet werden.

Digitale Bildung in der Schweiz: die Strategie „Digitale Schweiz“ 

Allgemein besteht die Aufgabe der Schule darin, dass Jugendliche nach der Matura in der Lage sind, den Anforderungen einer komplexer werdenden Gesellschaft standzuhalten und sich in eine volatile Arbeitswelt zu integrieren. In der heutigen Zeit bedeutet dies, dass die Schweizer Bevölkerung neben politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen vor allem auch digitale Kompetenzen benötigt. Nur so kann der riesige Online-Bereich des Internets, können die vielfältigen Vernetzungen und Computersysteme eigenverantwortlich und risikobewusst genutzt werden. Aus diesem Grund hat sich die Regierung auf die Strategie der „Digitalen Schweiz“ festgelegt, welche eine Stoßrichtung für die Integration der Digitalisierung unter anderem in das Bildungssystem vorgeben soll.

Der Themenkomplex der Digitalisierung der Bildung wird im Verfassungsauftrag (Art. 61a BV) behandelt. Er sieht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Bund und den Kantonen einerseits und interkantonal andererseits vor. Auf der kantonalen Ebene findet die Koordination über die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren statt.

Bund und Kantone priorisieren im Rahmen der bildungspolitischen Kooperation die digitalisierungsbezogenen Herausforderungen und Handlungsbedarfe. Somit stellen sie die digitale Qualität des Bildungsraumes Schweiz gemeinsam sicher. In diesem Zusammenhang wurde im Juli 2017 der Bericht über die „Herausforderungen der Digitalisierung für Bildung und Forschung in der Schweiz“ veröffentlicht, welcher für die Jahre 2019 und 2020 vier digitalisierungsbezogene politische Aktionsfelder definiert.

Die vier Aktionsfelder

Das erste Aktionsfeld soll die digitalen Kompetenzen der Schweizer Schulen erhöhen. Es sieht vor, Kindern und Jugendlichen sich bis hin zur Matura die digitalen Kompetenzen und Skills anzueignen, welche eine immer stärker digitalisierte Gesellschaft erheischt. Eine der in diesem Kontext beschlossenen Maßnahmen ist beispielsweise die Stärkung des Faches Informatik an allgemeinbildenden Schulen und in der Berufsschule. 

Das zweite Aktionsfeld visiert die Nutzung der ICT beim Lernen und Lehren an. Dadurch sollen diese auf den durch die Digitalisierung von Grund auf veränderten Unterrichtskontext vorbereitet werden. Nur wenn die richtigen Rahmenbedingungen vor Ort gewährleistet werden können, sind die weitreichenden Vorteile der Kommunikations- und Informationstechnologien vollends ausschöpfbar. Aus diesem Anlass sind vielfältige Angebote, welche die digitalen Skills des Lehrpersonals stärken sollen, vorgesehen. 

Das dritte Aktionsfeld bezieht sich auf eine schnellstmögliche Anpassung des Bildungssystems an Marktimperative und wirtschaftliche Bedarfe . Somit soll die Schweiz als Wirtschaftsstandort international wettbewerbsfähig bleiben. Besonders eine Schwerpunktsetzung auf die MINT-Fächer soll dies ermöglichen. In Berufsausbildungen und Weiterbildungsangeboten werden die Aspekte der Cyber-Defense stärker akzentuiert.

Das vierte Aktionsfeld schließlich ist der Koordination und Kommunikation in der Bildungszusammenarbeit gewidmet. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass spill-over-Effekte und Synergien optimal genutzt werden können. So ziehen Änderungen oder Maßnahmen auf einer Stufe häufig Nebeneffekte in anderen Bereichen nach sich. Um eine kohärente und stringente Umsetzung der nationalen Digitalisierungsstrategie zu erreichen, müssen sämtliche Aktionen daher systematisch miteinander koordiniert werden.

Digitalisierungsbezogene Herausforderungen an den Bildungsstandort Schweiz 

Die Digitalisierung hat sowohl indirekte als auch direkte Auswirkungen auf den Bildungssektor der Schweiz. Indirekt ist er betroffen, weil die Veränderungen des Arbeitsmarktes neuartige Kompetenzprofile bei Schülern erfordern. Dies gilt sowohl im Hinblick auf allgemeinbildende Schulen als auch auf die Berufsschule. Zunehmend steigen die Bedarfe an hoch qualifizierten IKT-Fachkräften und anderen digitalen Skills. Die Bildung steht damit vor der Aufgabe, schon frühzeitig das Interesse von Kindern und Jugendlichen an IT-Fragen und digitalen Problemen zu wecken. Jedoch müssen nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer auf die neuen Lebens- und Unterrichtsumstände eingestellt werden. So sind nicht nur die Unterrichtsinhalte, sondern auch die Lehrmethoden und didaktischen Strategien von den Änderungen erfasst.

Dementsprechend sind Deutsch- und Matheunterricht gleichermaßen von der Digitalisierung betroffen. Auch die schulischen Angebote zur Prüfungsvorbereitung in Form von Nachhilfe werden sich stark verändern. Klassische Nachhilfe kann beispielsweise viel schneller zu Erfolgen führen, wenn sie zu einem Online-Nachhilfe-Modell weiterentwickelt wird. Auch neue Medien treten stärker in den Fokus des Unterrichtens, sodass besonders das e-Learning eine unverzichtbare Kompetenz für die Schüler (und Lehrer!) wird. Diese Neuerungen stellen die direkten Auswirkungen der Digitalisierung auf den Bildungsstandort Schweiz dar. Sie führen zu einer Änderung des Wesens des Unterrichtens.

Vorteile digitaler Lern- und Lehrmethoden 

Allgemein bieten Lernformen, welche sich digitaler Medien und Tools bedienen, einen schnelleren und einfacheren Zugang zu interaktivem Lernen, kreativer Projektarbeit und individueller Zeiteinteilung . Jedoch berufen erfolgreiche pädagogische Konzepte bei der Online-Nachhilfe auf mehr als nur auf modernen Tablets und schnellem Internet. Dahinter steht eine ausgefeilte und erfolgserprobte Strategie. Wie bereits erläutert, führt die Digitalisierung zu einer Reihe von Umstrukturierungen im Bildungssektor. Dies bedeutet jedoch auch, dass sie eine Vielzahl von Chancen und innovativen Lösungen für die Probleme des alten Unterrichtsmodells eröffnet. 

So stellen beispielsweise Matheaufgaben traditionell die meisten Schüler vor große Probleme. Die Unterrichtsstunde ist lang und langweilig, der Lehrer ist mit seinen dreißig Schülern überfordert, niemand interessiert sich dafür, was an der Tafel steht. Diese treffende Beschreibung vieler Mathe – Unterrichtsstunden zeigt, wie ineffizient klassischer Frontalunterricht sein kann. Mittels e-Learning kann aus dem problematischen Fach jedoch ein interessanter Zeitvertreib werden. So können Programme spielerische Aufgaben perfekt auf das Leistungsprofil der Schüler zuschneiden. Außerdem können Unterrichtseinheiten von didaktischen Meistern, von begnadeten Rhetorikern und Meistern ihres Fachs gehalten und aufgezeichnet werden. Die Schüler bekommen die thematisch relevanten Videos dann in der Lern-App genau im passenden Lernabschnitt eingespielt. Beim Lösen der Matheaufgaben kann die App dann gezielt die Nachholbedarfe, aber auch die Stärken der Schüler analysieren. Auf diese Weise kann eine optimale Prüfungsvorbereitung erfolgen.

Neben den direkten Vorteilen, welche digitale Unterrichtstools bergen, lernen die Kinder gewissermaßen nebenbei digitale Skills. Wenn sie anstelle von Schulbüchern und Tafelkreide mit Tablet-Bildschirmen und Intranet konfrontiert sind, entwickeln sie eine tief verankerte, intuitive Bedienungskompetenz für derlei Geräte. 
Da das Aktionsfeld 1 jedoch bisher nur in Ansätzen umgesetzt werden konnte, sind die meisten Schweizer Schulen und Berufsschulen längst noch nicht digitalisierungsfest. Es ist daher wichtig, die Kinder auch privat auf die gesellschaftsumspannenden 

Umstrukturierungen der Digitalisierung vorzubereiten. Die Inanspruchnahme von Online-Nachhilfe bietet sich hier an, weil somit außerschulisch ein doppelter Lerneffekt erzielt werden kann. Erstens können Wissenslücken und Verständnisprobleme schnell und nachhaltig beseitigt werden. Darüber hinaus wird der Lernstoff den Kindern nicht einfach aufgezwungen, sondern durch innovative Lern-Apps spielerisch vermittelt. Somit wird ihr intrinsisches Interesse am Stoff stimuliert. Zweitens kann auf diesem Wege die allgemeine digitale Kompetenz der Schüler gesteigert werden, was ihre künftigen Chancen auf dem Arbeitsmarkt enorm erhöht.

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