AusweNdig lerNeN

16. April 2019

Auswendig lernen: Wie man effektiv auswendig lernt

In der Schule, während des Studiums oder der Ausbildung – und sogar später im Beruf: Das auswendig lernen wird Dich praktisch Dein ganzes Leben verfolgen. In manchen Situationen hast Du einfach keine andere Wahl, als bestimmte Daten auf diese Weise zu verinnerlichen. Leider fällt genau das sehr vielen Menschen unheimlich schwer. Sie grübeln stundenlang vor ihren Unterlagen und letztendlich bleibt doch kaum etwas hängen. Das ist nicht nur frustrierend, sondern kann obendrein zum Beispiel vor einer wichtigen Maturaprüfung zu schwerwiegenden Problemen führen. Glücklicherweise ist es allerdings möglich, Auswendiglernen zu erlernen. Dafür haben wir Dir nachfolgend die besten Tipps und Tricks als kleine Nachhilfe zusammengestellt.

Manchmal muss man einfach auswendig lernen

Nicht nur in der Berufswelt, sondern auch im Schulalltag ist die Zeit oft knapp. Und so wundert es kaum, dass Schüler häufig erst kurz vor einer wichtigen Klausur mit dem Pauken beginnen (können). Gleiches gilt für Ausbildung und Studium. Eine gute Fähigkeit, auswendig zu lernen, ist dann natürlich von Vorteil. Fest steht allerdings: Für langfristigen Erfolg sollte das Erlernte bestenfalls verstanden werden. Die Einprägung erfolgt mit dem Verstehen praktisch automatisch. Die Verinnerlichung ist gerade bei umfangreicheren Theorien oder Informationen zu komplexen Matheaufgaben wichtig, denn diese sind mitunter gar nicht auswendig lernbar. Wer hier knapp an Zeit ist, hat meistens keine andere Wahl, als schnell die wichtigsten Eckpunkte ins Gedächtnis zu hämmern. Die Bearbeitung weiterführender Aufgaben gestaltet sich mit diesem „schnellen“ Wissen allerdings als höchst schwierig. Solche Probleme kannst Du in Gänze nur durch ein weitsichtiges Zeitmanagement ausschliessen. In manchen Fällen gibt es jedoch kaum eine Alternative dazu, Daten stur in Deinen Kopf zu laden. Je nach Fach handelt es sich dabei um Fakten, wie Jahreszahlen, Endungen von Verben oder simple Vokabeln bei den Hausaufgaben.

Auswendig lernen
Letzte Vorbereitung vor der Prüfung!

Auswendig lernen ist besser als sein Ruf

Auswendig lernen ist mit sehr vielen Vorurteilen behaftet. Das liegt oft daran, dass zahlreiche Menschen negative Erfahrungen damit oder den daraus resultierenden Ergebnissen machen mussten. Ob beim kleinen Einmaleins, bei Formeln für umfangreichere Matheaufgaben oder den Endungen der lateinischen Verben, sicher kennst auch Du das frustrierende Gefühl, wenn nach dem Büffeln scheinbar fast keine der wichtigen Daten korrekt im Kopf abgelegt wurde. Komischerweise fällt es manchen Menschen sehr viel leichter, Vokabeln und Co. stumpf auswendig zu pauken. Das hängt unter anderem mit der Fähigkeit, sich ganz auf eine Sache konzentrieren zu können, zusammen. Wenn Du Auswendiglernen übst, trainierst Du also nicht nur Deine grauen Zellen, sondern feilst zudem an Deiner Konzentrationsfähigkeit. Ist letztere gut ausgeprägt, kannst Du davon sehr langfristig profitieren – zum Beispiel direkt bei Klausuren oder den tagtäglichen Hausaufgaben!

Die besten Tipps und Tricks zum auswendig lernen

Dass Auswendiglernen Spass macht, können wohl nur die wenigsten Schüler, Studenten und Auszubildende behaupten, ohne zu lügen. Meistens ist es eine sehr anstrengende und langwierige Sache. Noch schlimmer wird es, wenn sich dabei nicht einmal ein Lerneffekt einstellen will. Folgende Frage stellt sich: Ist es möglich, das Auswendiglernen irgendwie erträglicher und effektiver zu machen? Leider gibt es keinen Königsweg, der immer, bei jedem Lerner und in allen Kontexten funktioniert. Zeit und Energie sind auch weiterhin zu investieren, um Informationen in den Speicher zu bringen. Die gute Nachricht ist: Es gibt diverse Tipps und Tricks, mit denen Du beim Auswendiglernen schneller und angenehmer zum Erfolg kommst. Als kleine Nachhilfe haben wir hier die besten Empfehlungen für Dich zusammengetragen. So viel schon an dieser Stelle: Du musst nicht unbedingt alle anwenden! Probiere einfach zunächst ein oder zwei Methoden aus und schau, ob sie Dich weiterbringen. Daraufhin kannst Du die erfolgreichen Ansätze mit weiteren Kombinieren oder auch ganz von Neuem beginnen.

Die Informationen in kleinere Teile zerlegen

Dem menschlichen Gehirn fällt es schwer, sich viele Dinge auf einmal zu merken. Studien haben belegt, dass bis zu sieben Ziffern noch gut speicherbar sind, darüber hinaus wird es jedoch schwierig. Gerade bei komplexen Zahlen oder Formeln kommt der Durchschnitts-Lerner schnell an seine Grenzen. Das zeigt sich im Alltag zum Beispiel beim – oft verblüffend – schnellen Vergessen von längeren Telefonnummern. Der Lösungsansatz: Lerne in Portionen – zerlege die Informationen in kleinere Abschnitte bzw. Teile. Die Ziffernfolge 9512126726 wirst Du Dir wahrscheinlich nicht auf Anhieb merken können. Um es zu erleichtern, nimmst Du Dir einzelne Teile Rechnung vor und verbindest diese mit eingängigen alltäglichen Vorgängen oder Gegebenheiten. Vielleicht bist Du im 12. Monat des Jahres 95 geboren (9512), hast die Hausnummer 12 (12) und Deine Grossmutter ist 67 Jahre alt (67). Die 26 könntest Du in diesem Fall zum Beispiel mit den 26 Kantonen der Schweiz verbinden. Nach etwas Übung wirst Du diese Technik mit der Zeit immer unbewusster einsetzen und damit automatisch flüssiger Auswendiglernen können.

Die Mnemotechniken anwenden

Mnemotechniken sind Methoden, mit denen auch viele Gedächtnissportler arbeiten. Es handelt sich um spezifische Tricks, die dem Gehirn helfen, Informationen erst einmal abzuspeichern und dann zu einem späteren Zeitpunkt – mitunter erst nach Tagen – bereitzustellen. Die Loci-Technik zählt zu den bekanntesten. Basis ist eine imaginäre Route mit verschiedenen Punkten bzw. Standorten. Diese schreitest Du in Gedanken immer wieder ab. Sobald Du sie verinnerlicht hast, platzierst Du an jedem der gedachten Orte eine der zu lernenden Daten. Besonders gut funktioniert diese Methode, wenn Du Dir zu der Route noch eine ausgefallene Geschichten ausdenkst. Du verbindest so verschiedene interessante, lustige und/oder kuriose Dinge mit den einzelnen Informationen, was dabei hilft, sie länger präsent zu haben.

Unter Einsatz verschiedener Sinne büffeln

Die meisten Menschen sitzen beim Auswendiglernen still vor ihren Unterlagen und versuchen den Stoff ohne Strategie, stumpf in ihren Speicher zu stopfen. Mit ausreichend Beharrlichkeit kann das funktionieren, besser stehen die Chancen allerdings, wenn Du beim Pauken unterschiedliche Sinne ansprichst. Lese die Informationen nicht nur, sondern spreche sie laut vor Dich hin. Du nimmst so Dein eigenes Gesprochenes war, was Deinem Gehirn hilft, die Daten besser zu verinnerlichen. Auch das Auf- bzw. Abschreiben der zu lernenden Sachverhalte kann in diesem Zusammenhang sinnvoll sein. Probiere es einfach mal aus, Du wirst schnell merken, welche Methode am besten zu Dir passt.

Lerne vor dem Schlafen

Fast alle kennen Geschichten von Leuten, die vor einer wichtigen Prüfung die ganze Nacht durchgelernt haben. Tatsache ist jedoch, dass es einen viel effektiveren Weg gibt, besonders relevanten Stoff auf die Schnelle abzuspeichern. Nutze die Zeit kurz bevor dem Schlafengehen! Sieh Dir alle wichtigen Punkte noch einmal an und verbildliche die Sachverhalte bestenfalls. Während Du schläfst, ist Dein Gehirn sehr aktiv und überträgt das Wissen praktisch automatisch in das Langzeitgedächtnis.

Informationen verteilen

Auswendiglernen funktioniert sehr gut, wenn das zu Lernende mit anderen Dingen oder Eigenschaften in Verbindung gebracht werden kann. Wenn Du Dich obendrein praktisch überall mit dem Stoff konfrontiert siehst, kann der positive Effekt sogar noch stärker ausfallen. Bringe also überall Zettel an, auf denen Du vorher alle wichtigen Informationen notiert hast. Egal, was Du gerade machst, stets sollte einer dieser Zettel im Blickfeld sein. So wiederholst Du nicht nur die Aufnahme der Daten immer und immer wieder, du verbindest irgendwann auch die Dekogegenstände, Möbelstücke etc. mit den Informationen, die daran befestigt sind. Schon nach kurzer Zeit solltest Du alles verinnerlicht haben. Wenn es dann noch mehr ins Gehirn zu bringen gilt, suche Dir für den nächsten Durchgang am besten andere Plätze aus, an denen Du Deine Zettel befestigst. Sonst läufst Du Gefahr, dass die vorherigen Datensätze überschrieben werden.

Mach mal Pause

Leider hält sich die Annahme, dass, je länger am Stück auswendig gelernt wird, desto mehr Informationen hängen bleiben. Das stimmt jedoch nur bedingt. Wiederholungen helfen beim Pauken, das ist richtig – jedoch benötigt das Gehirn auch Pausen, um eine langfristige Speicherung umzusetzen. Lenke Dich also zwischendurch ruhig etwas mit anderen Dingen ab. Geh an die frische Luft, fahre ein paar Runden mit dem Rad um den Block. Danach ist Dein Denkapparat wieder aufnahmefähig – und Du wirst deutlich merken, dass das Büffeln leichter fällt.

Auswendig lernen
Auswendig lernen macht oft keinen Spass – muss aber manchmal sein.

Können wir dir beim auswendig lernen helfen?

Hast du Fragen? Dann ruf uns an unter +41 43 444 68 14 oder schreib uns eine E-Mail an info@atutor.ch. Wir freuen uns, von dir zu hören!

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