Auslandsjahr

Auslandsjahr für Schüler oder Handwerker

Egal ob im Gymnasium oder im Berufsleben – irgendwann kehrt Routine ein. Abhilfe schafft ein spannendes Auslandsjahr.

Manchmal hat man genug von den immer gleichen Tagen am immer gleichen Ort. Die Klassenkameraden oder Arbeitskollegen beginnen zu nerven, der Alltag wird langweilig. Dann empfiehlt es sich, über ein Jahr im Ausland nachzudenken.

Highschool Jahr

Als Gymnasiast oder Mittelschüler kann man ein Schuljahr an einer ausländischen Schule besuchen. Wenn man ein Jahr lang von einer fremden Sprache umgeben ist, spricht man diese anschliessend beinahe perfekt. Ein grosser Vorteil in der Arbeitswelt. Allerdings verpasst man durch das Auslandsjahr ein Schuljahr in der Heimat, welches man nachholen muss. Dies kann aufgrund des sonst schon recht lange dauernden Gymnasiums ärgerlich sein, insbesondere da man die Klasse wechseln muss. Das lehrreiche Jahr im Ausland ist dies aber oft Wert.

Sehr begehrt ist das Austauschjahr an einer Highschool. Cheerleader, Footballspieler, Schliessfächer, Lunch in der Kantine- all das ist uns aus zahlreichen Filmen bekannt. Während des Austauschjahrs kann man herausfinden, ob diese Darstellung der Wirklichkeit entspricht.

Auslandsjahr
Freifächer sind im Ausland wichtig

TravelWorks

Ein Auslandsjahr an Schulen in aller Welt wird von zahlreichen Anbietern, wie etwa TravelWorks, angeboten. Um am Programm der Agentur TravelWorks teilzunehmen, muss man mindestens fünfzehn Jahre alt sein und über ausreichende Englischkenntnisse verfügen. Das Programm dauert normalerweise zehn Monate. Bevor man zur Gastfamilie reist, finden in New York informative Orientierungstage mit Schülerinnen und Schülern aus aller Welt statt.

Es gibt verschiedene Varianten, die man bei TravelWorks auswählen kann. Bei der Variante „classic“ kann man den Aufenthaltsort nicht auswählen. Man kann genauso gut in einem kleinen Dorf landen wie in einer grossen Stadt. Dies erhöht aber auch die Spannung. Allerdings kann man die Auswahl nach Bezahlung eines Aufpreises auch einschränken, beispielsweise nur auf Küstenorte. Der Preis für diese Variante beträgt 11’256 Franken. Wer genauer bestimmen möchte, welche öffentliche Schule er besuchen wird, kann mithilfe der Variante Öffentliche Schulen „Select“ den Schulbezirk oder sogar die High School auswählen. Der Preis dieser Variante unterscheidet sich je nach Lage und Prestige der ausgewählten Schule. Je nach Schule kann der Preis bis zu 30’000 Franken betragen. Eine dritte Option besteht darin, eine (konfessionell geprägte) Privatschule zu wählen. Hier kann man in einem Internat wohnen, was um die 27’000 Franken kostet oder für 20’000 Franken in einer Gastfamilie unterkommen.

Das amerikanische Schulsystem unterscheidet sich stark von unserem. Es gibt nur wenige Pflichtfächer, alle anderen Kurse sind frei wählbar. So kann man interessante und in Europa undenkbare Kurse wie etwa Journalismus besuchen. Während dem Aufenthalt lebt man bei einer Gastfamilie, die nach strengen Kriterien ausgewählt werden. Da man sich ein ganzes Jahr bei dieser aufhält und auf die eigene Familie verzichten muss, wird die Gastfamilie oft zu einer Art zweiten Familie, die man auch nach dem Auslandsjahr wieder besucht. Während die Gastfamilien des Classic Programms keine finanzielle Entschädigung erhalten, werden Familien des Select Programms bezahlt.

Keine Lust auf Nordamerika? In diesem Fall bietet TravelWorks spannende Alternativen in der ganzen Welt an. Etwa in südamerikanischen Ländern wie Costa Rica, in Australien, Neuseeland oder europäischen Ländern wie England.

EF

Auch EF bietet Auslandsaufenthalte an ausländischen High Schools an, etwa in Nordamerika, Grossbritannien oder Irland. Um zu einem Auslandsjahr zugelassen zu werden, hat man ein Aufnahmegespräch bei EF zu absolvieren, während welchem auch die Sprachkenntnisse getestet werden. Interessenten können während der Bewerbung die von ihnen präferierten Bundesstaaten oder Regionen angeben. Die Preise unterscheiden sich je nach Region, befinden sich aber zwischen 13000 und 15000 Franken pro Schuljahr.

Wer sich für ein High School Jahr entscheidet, lebt bei einer Gastfamilie und besucht die lokale Schule. Die von EF ausgewählten Gastfamilien sind unterschiedlich zusammengesetzt, von vierköpfigen Familien bis hin zu Pärchen. Allen Gastfamilien ist gemeinsam, dass sie von EF nach strengen Kriterien geprüft werden.

Montags bis freitags besucht man die Schule und isst in der Kantine zu Mittag. Abgesehen von Pflichtfächern wie Mathematik oder Englisch können die meisten Fächer frei ausgewählt werden. Nach dem Unterricht kann man an vielen ausserschulischen Aktivitäten wie etwa dem Schwimmen oder Debattierklubs teilnehmen. Da sich das ausländische Schulsystem sehr stark vom Schweizer System unterscheidet, wird das Schuljahr in der Schweiz normalerweise nicht angerechnet.

Auslandsjahr
Warum nicht mal im Ausland arbeiten?

Als Handwerker oder Handwerkerin im Ausland

Nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch Berufstätige, können ein Jahr im Ausland absolvieren. Gerade in handwerklichen Berufen werden immer wieder ausländische Arbeitskräfte gesucht. So kann man die Arbeit eine gewisse Zeit lang mit Vergnügen, Reisen und einem Tapetenwechsel verbinden.

Journeyman ist eine auf handwerkliche Auslandsaufenthalte spezialisierte Agentur. Dieser Anbieter vermittelt auf die Kompetenzen der Bewerbenden zugeschnittene Jobs in der ganzen Welt. Nach der Registrierung führt man ein Telefonat mit der Agentur und zeigt seine Präferenzen sowie Fähigkeiten auf. Anschliessend empfiehlt Journeyman die Kandidaten bei passenden Firmen und sorgt bestenfalls für ein Vorstellungsgespräch.

Auch bei der Vorbereitung, sprich der Organisation des Fluges, der Unterkunft etc, erhält man Unterstützung. Die Jobs können nach verschiedenen Berufskategorien, wie etwa Maurer oder Elektroniker, gesucht werden. Eine mögliche Annonce ist etwa „Zimmerer in Kanada“ oder „Landschaftsbauer in Neuseeland.“ Jede Jobausschreibung enthält fundierte Informationen bezüglich der Firma, der Tätigkeit sowie des Standorts. Die Aufenthalte dauern für gewöhnlich acht bis zwölf Monate. Vorausgesetzt werden eine abgeschlossene Ausbildung sowie eine gewisse Anzahl Jahre an Berufserfahrung. Zum Teil ist es auch möglich, an ausländischen Standorten Schweizer Unternehmen, wie etwa bei Stadler in Nordamerika, zu arbeiten. Über die Gehälter erfährt man online leider wenig, diese seien aber der Branche und der Berufserfahrung angepasst. Generell muss man sich sicher darauf einstellen, dass man weniger als in der Schweiz verdient. Dafür ist man aber um eine spannende Erfahrung reicher.

Die Auslandschweizerorganisation gibt auf ihrer Webseite Ratschläge bezüglich der Jobsuche im Ausland. Man kann sich etwa an EURES, das europäische Portal zur beruflichen Mobilität wenden. EURES vereint europaweit Arbeitssuchende und Arbeitsgeber. Auf der EURES- Webseite findet man nützliche Ratschläge bezüglich des Lebens und Arbeitens im Ausland und kann sich in der Jobbörse umschauen. Die Auslandschweizerorganisation listet auch Jobportale auf, welche internationale Stellen vermitteln, wie etwa Jobwinner oder Monster.

Auslandsjahr: Können wir dir bei der Planung helfen?

Hast du Fragen? Dann ruf uns an unter +41 43 444 68 14 oder schreib uns eine E-Mail an info@atutor.ch. Wir freuen uns, von dir zu hören!

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