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24. April 2019

Achtung Plagiat!

Was ist ein Plagiat?

Eine Arbeit wird dann als Plagiat bezeichnet, wenn sich darin Textauszüge oder Grafiken befinden, die nicht vom Autor selbst geschrieben bzw. designt wurden – und dabei keine Quellen angegeben sind, die kennzeichnen, woher die entsprechenden Inhalte stammen. Im Extremfall wird sogar ein kompletter Text eingereicht, der nicht vom „Autor“, sondern von jemand anderem erstellt worden ist. Solche vorsätzlichen Plagiate sind vergleichsweise selten, andere Arten kommen aber umso öfter vor.

Achtung beim wissenschaftlichen Arbeiten!

Welche Plagiatsformen gibt es?

Vollplagiat

Ein Vollplagiat liegt vor, wenn Du ein fremdes Werk unter Deinem Namen abgibst, dass Du zum Beispiel im Internet gefunden hast.

Ghostwriting

Hier wird eine Arbeit eingereicht, die nicht Du selbst geschrieben hast, sondern jemand anderes. Das Texten übernimmt also ein sogenannter Ghostwriter. Dieser Ghostwriter erhält von Dir Geld, damit er Deine Arbeit schreibt. Wird dieser Betrug aufgedeckt, kannst Du deinen Studienplatz verlieren.

Selbstplagiat

Beim Selbstplagiat wird ein Text, den Du bereits zu einem früheren Zeitpunkt werten lassen hast, in anderem Zusammenhang unverändert erneut eingereicht.

Kopier-Plagiat

Hierbei kopierst Du zum Beispiel Teile eines Textes und fügst diese ohne Quelle in Deine Arbeit ein. Falls du mit Quellen im Internet arbeitest, kann diese Art von Plagiat schnell einmal passieren, wenn du mit Copy/Paste arbeitest. Deshalb ist hier besonders Vorsicht angebracht!

Übersetzungsplagiat

Wenn Du einen fremdsprachigen Text oder Textauszüge übersetzst und diese ohne Quellenangabe als Deine eigene Schöpfung ausgibst, handelt es sich um ein Übersetzungsplagiat.

Paraphrasierungsplagiat

Übernimmst Du Teile aus einem fremden Text, formulierst sie etwas um und gibst dabei keine Quelle an, handelt es sich um ein Paraphrasierungsplagiat.

Alle diese Plagiatsfälle lassen sich sowohl auf Texte als auch auf Grafiken beziehen.

Wie entstehen Plagiate?

Am häufigsten wird aus Versehen plagiiert. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Du einfach vergisst, eine Quelle anzugeben. Gerade Paraphrasierungsplagiate kommen in diesem Zusammenhang oft vor, fallen aber seltener auf. Ghostwriting, ein Vollplagiat oder auch ein Selbstplagiat sind natürlich Vorsatz. Diejenigen, die in einer wichtigen Arbeit eine dieser Methoden einsetzen, planen dies also ganz genau und sind sich der Unrechtmässigkeit ihres Vorgehens absolut bewusst. Der Grund dafür ist nicht selten eine Überforderung – sei es bezüglich des Stoffes oder des wissenschaftlichen Arbeitens allgemein. Das ist tatsächlich nicht nur im universitären Umfeld ein Problem, sondern ebenfalls im Bereich der Kantonsschule. Im schlimmsten Fall wird aus Effektivitätsgründen gehandelt. Denn derartige Methoden führen selbstverständlich zu einer sehr viel schnelleren Umsetzung der jeweiligen Arbeit bei wenig Aufwand und – im besten Fall – maximalem Erfolg.

Wie sind Plagiate zu erkennen?

Plagiate sind häufig recht einfach auszumachen. Dafür braucht es keinesfalls immer eine Software. Ändert sich zum Beispiel der Stil einer Arbeit von einer zur anderen Seite drastisch, schöpfen Dozenten und Lehrer schnell Verdacht. So kommt es vor, dass auf einmal sehr durchdacht formuliert wird, während die vorherigen Ausführungen jedoch eher oberflächlich erschienen. Oft hängt das mit Kopier- oder auch Paraphrasierungsplagiaten zusammen. In solchen Fällen kann eine Suche per Google bereits Aufklärung verschaffen. Weitere häufig vorkommende, sehr deutliche Indizien für ein Plagiat sind Formatierungsänderungen mitten im Text und kuriose Tippfehler. Letztere können leicht per Web-Recherche zurückverfolgt werden.

Schreibe Deine Arbeit selbst

Wie ist der Plagiatsverdacht reduzierbar?

Schreibe Deine Arbeit selbst

Am sichersten ist es selbstverständlich, einen durch und durch selbstverfassten Text abzugeben. Wenn Du Hilfe benötigst, steht Dir Dein Lehrer oder Dozent sicher in vielen Belangen gerne mit Rat zur Seite. Des Weiteren gibt’s – vor allem an Universitäten – immer wieder Informationsveranstaltungen zum effektiven wissenschaftlichen Arbeiten.

Achte auf die Einhaltung der korrekten Zitierweise

Zitate sind in einer umfangreicheren Arbeit sehr wichtig. Mit ihnen können Sachverhalte zum Beispiel glaubhaft untermauert werden. Wenn Du viele korrekte Zitate einbringst, wird dem Dozenten oder Lehrer häufig schon dadurch klar, dass die Arbeit selbst geschrieben ist. Diverse Zitate in einem Fliesstext zu vereinen zeugt von selbständiger Arbeit. Bei einem Vollplagiat sind zwar ebenfalls Zitate integriert, dass ein solches vorliegen könnte, wird aber in der Regel erst einmal nicht angenommen.

Bleibe bei einem Stil

Ein deutlicher Stilbruch innerhalb einer Arbeit ist besonders verdächtig. Um zu vermeiden, dass Dein Lehrer oder Dozent hier auf einen Plagiatsfall schliesst, achte also genau auf eine einheitliche Schreibweise.

Halte die Formatierung ein

Neben dem einheitlichen Schreibstil ist das Beibehalten eines Formatierungsmusters besonders wichtig. Das gesamte Layout mit Schriftarten, Absatz- und Einrückformen etc. sollte über die komplette Arbeit gleichbleiben.

Wie sind versehentliche Plagiate zu vermeiden?

Versehentliche Plagiate kommen besonders häufig vor. Auch wenn sie nicht vorsätzlich erfolgen, bereiten sie mitunter genauso schwerwiegende Probleme wie geplante Plagiate. Deshalb folgt hier eine kleine Nachhilfe, wie Du sie vermeiden kannst.

Begreife, warum Zitate wichtig sind

Zitate sind ein zentraler Bestandteil jeder wissenschaftlichen Arbeit. Sie dienen dazu, Deine Aussagen überprüfbar und glaubwürdig zu machen. Andernfalls ist eine kritische Auseinandersetzung mit Deinen Inhalten nicht möglich. Das „immer wieder Nachfragen sowie Infragestellen“ gehört zur Wissenschaft einfach dazu.

Lesenotizen machen

Für eine wissenschaftliche Arbeit musst Du in der Regel viel lesen. Ohne Notizen geht hier zum einen schnell der Überblick verloren und zum anderen verinnerlichst Du den Stoff weniger. Wenn Du Dir also wichtige Aspekte nicht als potenzielle Zitate mit Buchtitel, Seitenzahl etc. anmerkst, kann es sein, dass Du den entsprechenden Inhalt ohne einen Quellenhinweis ganz unbewusst wiedergibst. Schon hast Du versehentlich plagiiert.

Vermeide Copy-and-paste

Das automatische Kopieren bzw. Einfügen von Inhalten führt besonders schnell zu einem versehentlichen Plagiat. Selbst wenn Du eine Textstelle von einem anderen Autor nimmst und diese komplett umformulierst, ist das schon sehr problematisch. Copy-and-paste ist also höchstens bei eigenen Texten zu nutzen. Vorausgesetzt, Du änderst die Formulierung und setzt den Inhalt in Bezug zur aktuellen Arbeit, läufst Du hier keine Gefahr, ein Plagiat zu produzieren. Wenn Du eine komplette Arbeit umschreibst und im selben wissenschaftlichen Kontext bzw. mit identischer Fragestellung abgibst, wirst Du natürlich ebenfalls Probleme bekommen.

Überarbeite Deine Arbeit gründlich

Nach dem Abschluss der Textarbeit ist Deine Abhandlung noch nicht fertig. Du solltest jetzt genau prüfen, ob alles wahrheitsgemäss formuliert ist. Dein Lehrer oder Dozent wird schnell erkennen, wenn Du an irgendeiner Stelle Sachverhalte nicht ganz korrekt dargestellt hast, oder sie sogar von jemand anderem stammen. Bedenke dabei, dass der Lesende Deinen Wissensstand mitunter sehr genau einschätzen und auf die Arbeit übertragen kann. Genau das solltest Du ebenfalls tun, wenn Du sie abschliessend prüfst. Schau also kritisch, an welchen Stellen vielleicht doch etwas mehr Informationen von anderen Quellen stammen könnten, als Du eventuell angegeben hast. Die simple Frage ist dabei: Kann ich den Inhalt auf Basis meines eigenen Wissensstands oder anhand vorheriger Informationen aus klar dargelegten Quellen herleiten?

Berücksichtigst Du diese Tipps, stehen die Voraussetzungen plagiatsfrei durch die Prüfung zu kommen, sehr gut. Das Beste ist: Du musst keinen Lektor oder eine spezielle Software bezahlen, um erfolgreich zu sein!

Zur weiterführenden Lektüre bezüglich der Bearbeitung von wissenschaftlichen Arbeiten empfehlen wir Dir diesen Blogpost!

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